Ein paar Infos zu ROKAL TT


Die Firma ROKAL (RObert KAhrmann, Lobberich) produzierte von ca. 1948 bis 1969 Modelleisenbahnen in der Nenngröße TT, Maßstab 1:120. Sie war die einzige Firma in der damaligen Bundesrepublik, die Fahrzeuge in dieser nicht sehr verbreiteten Spurweite herstellte. In der ehemaligen DDR gab es allerdings einen weiteren Hersteller "Zeuke und Wegwerth" die später in den "Berliner TT-Bahnen" (BTTB) aufging und inzwischen von der Firma TILLIG übernommen wurde.

Über die Geschichte der ROKAL TT-Bahn gibt es im Web bereits einige interessante Seiten, so dass ich an dieser Stelle lediglich auf die Dokumentation von Manfred Albersmann verweise.

... und wie ich dazu kam, mit dieser ungewöhnlichen Marke eine Anlage aufzubauen :

Zum Vergrößern anklickenDie ROKAL TT-Bahn hielt einige Jahre vor meiner Geburt in unserer Familie einzug, damals gab es für meine älteren Geschwister eine eine Startpackung sowie ein paar Extra-Wagen und Gleise. Jedes Jahr zur Weihnachstszeit wurde das ganze dann ausgepackt und aufgebaut  Ich erinnere mich noch gerne an die Zeit : die Wagons wurden mit irgendwelchen Figuren beladen, wir fuhren Wettrennen und die gute E03 flog auch schon mal aus der Kurve und knallte vom Tisch auf den Fußboden (Mir sträuben sich heute die Nackenhaare, wenn ich daran denke, aber ROKAL-Modelle waren zum Glück sehr robust...)

Zum Vergrößern anklickenDas Interesse an der Modellbahn schlief dann aber irgendwann mal ein und wurde erst nach der "Wende" durch das Wiedererscheinen von TT-Modellen in den alten Bundesländern neu erweckt. Somit war klar, dass ich für den Bau einer neuen Anlage zunächst erstmal das vorhandene ROKAL-Material verwenden würde.Während der erste Bauabschnitt der Anlage mehr zum Spielbetrieb und zum ausprobieren verschiedener Bautechniken ausgelegt war, kam dann schon der Wunsch nach einer vorbildgerechten Weiterführung der Anlage auf. Die einhellige Meinung unter den TT-Bahnern ist, dass sich das mit den Fahrzeugen aus den 50er/60er Jahren nicht bewerkstelligen lässt. Trotzdem habe ich mich dafür entschieden auch den neuen Bauabschnitt mit ROKAL-Gleisen und somit in erster Linie für ROKAL-Fahrzeuge zu bauen. Das Ergebnis ist diese ungewöhnliche Kombination alter Technik mit einer ebenso liebevoll wie mühevoll gestalteten Landschaft. Es ist ein schönes Gefühl, die guten alten Fahrzeuge, die mich teilweise seit meiner Kindheit begleitet haben nicht immer nur in der Vitrine zu betrachten. Die Geräusche, die eine BR85, die BR03 oder auch der Schienenbus beim Fahren erzeugen, Metalwagons, die über die Schienenstöße rattern, Donnerbüchsen, die noch wirklich Donnern, das alles hat für mich einen besonderen Charme
Es hat sich dann aber gezeigt, dass auf den Neusilbergleisen der letzten Generation auch so gut wie alle neueren Fahrzeuge von Tillig, PMT, usw...fahren und somit sind alle Vorraussetzungen für einen abwechselungsreichen Zugbetrieb gegeben.

Deshalb gilt für mich die folgende Anzeige, die ROKAL 1970 veröffente, um Gerüchte über ein Einstellen der Produktion zu dementieren (Der Verkauf an RÖWA erfolgte aber dennoch ca. 1 Jahr später) :

 


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