Alle
Erhebungen auf der Anlage wurden mit Styrodur gestaltet, das abschließend
mit einer Schicht Gips überzogen wurde. Die beiden untertunnelten Berge
sind abnehmbar, so dass man zu Wartungsarbeiten leicht an die darunter liegenden
Gleise und Weichen gelangen kann. Als weiterer Vorteil stellte sich heraus,
dass die Ausgestaltung des Geländes der beiden Berge bequem am Basteltisch
erfolgen konnte, was mein Rücken sehr zu schätzen wusste.
Sämtliche
Felsen wurden aus Gips in Formen von Werkstatt Spörle oder auch Woodland
gegossen und mit Heißkleber
auf der Anlage fixiert. Das geht zügig, allerdings sollte man nicht allzuviel
Kleber auf eine Stelle aufbringen, sonst zieht sich der doch nicht ganz hitzebeständige
Styrodur-Untergrund an dieser Stelle beleidigt zurück. Da mich der optische Eindruck der Gips-Felsen
und auch das Arbeiten mit diesem Material überzeugt hatten, beschloss ich,
auch Tunnelportale, Stützmauern und Kopfsteinpflaster mit Formen aus der Werkstatt Spörle
zu gestalten (diese sind inzwischen auch über Conrad-Elektronik zu beziehen).
Die
Formen werden zwar nur für die Baugröße H0 angeboten, sind aber
meiner Meinung nach durchaus auch für TT verwendbar. Etwas schwieriger
wird es bei den Dimensionen der Tunnelportale. Hier fiel meine Wahl auf die
Form des H0-Tunnelportals „Hauteng“, wobei ich die Abgüsse dann auch noch
ein wenig in der Höhe reduzierte. Vom Maßstab her sicherlich ein
kleiner Kompromiss, überzeugen mich die Portale optisch jedoch absolut
und schließlich sollte ja auch eine ROKAL-Ellok mit ausgefahrenen Pantographen
durchpassen. Ein echter Augenschmaus sind auch Spörle’s Tunnel-Innenverkleidungen
mit den Fluchtnischen.
Die
Arbeit mit den Gipsformen machte sehr großen Spaß, das Material
lässt sich leicht kleben, gravieren (vorher gut anfeuchten), sogar schnitzen,
einfärben und die Abgüsse können in beliebiger Menge preiswert
hergestellt werden.
Die meisten beim Anlagenbau angewandten Techniken waren für mich Neuland, über die ich vielleicht mal was gelesen hatte. So habe ich noch sehr viel herumexperimentiert, Dinge teilweise nach ein paar Monaten wieder verworfen und ersetzt oder überarbeitet
Auf
der Anlage befinden sich zwei Seen
bei denen ich das Produkt „Instant Water“ von Woodland Scenics ausprobiert habe,
ein Kunststoff-Granulat, dass man im Ofen schmelzen und dann gießen kann.
Auf die etwas zu glatte Oberfläche wurde anschließend noch eine Schicht
farbloses „Window-Color“ aufgebracht, wodurch sich sehr schön Wellen nachbilden
lassen und sich auch kleinere Lücken zwischen Gewässer und Ufer schließen
lassen.