Neben einigen obligatorischen
TT-Betriebswerksgebäuden (z.B. Auhagen’s Lokleitung, Wasserturm + Besandungsanlage,
Lokschuppen von JATT) haben jedoch auch einige umgebaute H0-Modelle den Weg
auf meine Anlage gefunden : Faller’s Kompressorhaus
und Dieseltankstelle, Vollmers Lagerschuppen sowie ein auf einer Börse
erstandenes Stellwerk (ein sehr schönes Modell, fast im TT-Maßstab,
leider kenne ich den Hersteller nicht) mussten sich diverser Operationen unterziehen
lassen. Auch aus den beiden H0-Kohlenkränen von Auhagen ist eine schmucke
und maßstäbliche TT-Bekohlungsanlage geworden.
Dabei bin ich im allgemeinen so vorgegangen, dass zunächst Fenster
und Türen auf ein TT-Maß verkleinert wurden. So bestehen z.B. beim
Bekohlungskran die Fenster aus 6 Segmenten, von denen sich leicht zwei Segmente
per Cutter abtrennen lassen. Die Öffnung muss dann natürlich auch
verkleinert werden, was durch das Herausschneiden und Höherplatzieren der
Bereiche über (manchmal auch unter) dem Fenster passiert. Dadurch entsteht
oben natürlich wieder eine Lücke, was aber nicht schlimm ist, denn
alle Seitenwände des Gebäudes werden anschließend noch verkürzt,
wodurch das ganze Bauwerk etwas niedriger wird. Diese Höhenreduzierung wurde auch bei Auhagen’s Tanklager
und TT-Bekohlungsanlage durchgeführt (letztere dient bei mir als Werkstatt).
Es wurde bei den Umbauten selten
mit Maßband und Umrechnungstabelle gearbeitet.
Wichtig war eher, dass der Gesamteindruck stimmt, der ganz einfach durch eine
Gegenüberstellung mit einer Figur, einem PKW und einer TT-Lok bzw. anderen
Gebäuden im Umfeld überprüft wurde.
Das einzige im kompletten Selbstbau entstandene
Gebäude ist dieser kleine Lagerschuppen nach einem Vorschlag, der vor
einiger Zeit in der MIBA zu finden war. Die Wände bestehen aus einer Schaumstoffuntertapete
aus dem Baumarkt, das Dach und die Tür aus Pappe. Die Nieten an der Tür
wurden einfach mit einem spitzen Nagel von hinten in die Pappe gedrückt
und durch übergranieren mit etwas Rostfarbe hervorgehoben.
Alle auf der Anlage befindlichen Gebäude wurden vor oder nach dem Zusammenbau farblich nachbehandelt und gealtert. Ein Lackieren aller Teile mit matten Farbtönen und Füllen der Backsteinfugen gehören meiner Meinung nach zum Pflichtprogramm, wenn ein Gebäude halbwegs realistisch aussehen soll. Für die Alterung wurden alle möglichen Techniken eingesetzt : Rost- und BW-Schmutz-Puder von Rainershagener, Kreidestifte, verdünnte dunkle Acrylfarbe und vereinzelt auch die Airbrush. Es wurde viel herumexperimentiert, und mal gab ich der einen, mal der anderen Methode den Vorzug.