Die
Gestaltung kleiner Details und Szenen war etwas, worauf ich mich schon während
der gesamten Bauzeit der Anlage besonders gefreut habe. Es sind die Dinge, die ich auch beim Betrachten
anderer Modellbahnen oder beim Lesen von Anlagenberichten am meisten schätze
und bewundere, wohingegen mir persönlich Sachen wie eine aufwendige Digitalsteuerung
oder kilometerlange Gleisanlagen eher unwichtig sind. Entsprechend
zahlreich waren dann auch die schon während der doch 11 Jahre dauernden
Bauzeit gesammelten Ideen, die dann in der letzten Bauphase der Anlage endlich
umgesetzt werden durften.
So laden zahlreiche
kleine Arrangements, wie z.B. Schrottplatz, Apfelernte, Holzfällarbeiten,
KFZ-Reparatur oder eine Rotte Gleisbauarbeiter zum Betrachten ein. Hier gäbe es noch viel mehr aufzuzählen aber an dieser
Stelle möchte ich einfach auf die Bilder verweisen. Auf dem gesamten BW-Gelände
sind Gerümpel, Kisten, Fässer, Bretter, Paletten, Kabelrollen und
noch vieles mehr platziert. Ein Großteil davon entstand an einigen langen
Winterabenden aus Kunststoff-Resten, Draht, Holz, Pappe, so gut wie jedes Teil
wurde danach bemalt und ein wenig
gealtert.
Zahlreiche Gebäude, wie der Lokschuppen, das Stellwerk oder das Kompressorhaus erhielten ein Innenleben, auch wenn im nachhinein leider nicht mehr viel davon zu sehen ist.
Die Einwohnerzahl des BW-Abschnitts meiner Anlage liegt bei etwa 90 Figuren von Preiser und Merten,
sowie einigen Kühen, Rehen und Hirschen. Es gibt in TT zwar haufenweise
Figurensets mit Reisenden am Bahnsteig aber eine tatkräftige Mannschaft
aus Arbeitern für ein BW zusammenzustellen war gar nicht so einfach. Die
2 oder 3 verwendbaren Sets mit Arbeitern aus dem Merten-Programm sind zwar ein
guter Anfang sofern man die Herren noch schwarz einkleidet,
aber damit war ich noch nicht zufrieden.
So
wurden kurzerhand noch einige Angestellte des „höheren Bahndienstes“ rekrutiert,
ein wenig umgestaltet und zum harten Arbeitseinsatz in meinem BW zwangsverpflichtet.
Hierbei handelte es sich u.a. um die Figurensets „Bahnpersonal“,
„Eisenbahner“, „Arbeiter in Schutzkleidung“ sowie einige nichtsahnende „Passanten“.
Zunächst wurden Schirmmützen und Helme mit Feile bzw. Bastelmesser
etwas in Form gebracht, so dass sie einem „BW’ler-Käppi“ ähneln. Anschließend
wurden allesamt schwarz oder dunkelgrau eingekleidet und dezent gealtert (ein
wenig schwarze verdünnte Schmutzbrühe im Gesicht verbessert die Konturen
enorm !). Manche bekamen dann noch einen Schürhaken, eine Schaufel oder
irgendein anderes Werkzeug in die Hand gedrückt und ab ging es zum Kohle
schaufeln, Lösche ziehen oder Lok reparieren.